Programm Hafen- und Stadttouren 2022

Ahoi und Akwaaba!

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Von April bis Oktober schippern wir mit der Barkasse durch den Hafen – vorbei an Schrottbergen, Kreuzfahrtterminals, Ölmühlen und dem ehemaligen Kohlekraftwerk Moorburg. Unsere Touren zeigen Orte, an denen Energiepolitik, Welthandel und koloniale Spuren sichtbar werden. Wir fahren durch die Alsterkanäle, spazieren durch die HafenCity, erkunden Wandsbek und die Süderelbe.

Mit der weltweiten Bewegung Black Lives Matter sind auch in Hamburg Polizeigewalt, Rassismus und koloniale
Denkmäler stärker in den Blick geraten. In einigen unserer Touren beleuchten wir diese Aspekte. Darüber hinaus bieten wir Antworten auf weitere Fragen: Woher kommt die Steinkohle, die im Hafen lagert? Warum ist Schrott ein Exportschlager und wer verdient an dem extrem ungleichen Handel zwischen Nord und Süd? Was sind Billigflaggen? Und wie sehen die lokalen und transnationalen Perspektiven von geflüchteten Aktivist*innen auf die Stadt aus? Wo finden wir Orte der NS-Verbrechen, aber auch des Widerstands dagegen?

Neu dabei ist eine Tour, die den umstrittenen Umgang mit dem Stadthaus beleuchtet, das bis 1943 Sitz des Hamburger Polizeipräsidiums, der Gestapo und der Kripo war. Auf der Barkasse, mit dem Fahrrad und zu Fuß: Bis Oktober haben wir rund 50 Veranstaltungen im Programm. Wir freuen uns, Sie und Euch auf unseren Touren zu treffen!

Auf der Barkasse, mit dem Fahrrad und zu Fuß: Bis Oktober 2022 haben wir rund 50 Veranstaltungen im Programm [pdf]. Wir freuen uns, Sie und Euch auf unseren Touren zu treffen!

Achtung! Die Stadtrundgänge am 18.9. und 9.10. müssen leider krankheitsbedingt ausfallen.

Bildungsbüro Hamburg | afrika-hamburg.de | Arbeitskreis HAMBURG POSTKOLONIAL | ARCA Afrikanisches Bildungszentrum | Hafengruppe Hamburg | Perspektive Stadterkundung | Stiftung Hamburger Gedenkstätten und Lernorte zur Erinnerung an die Opfer der NS-Verbrechen

30.6.2022: Postkoloniale Stadttour “Hauptsache Handel?”

30.6.2022: Postkoloniale Stadttour “Hauptsache Handel?”

Von Kaffee, Kautschuk, Kokos und Kanonen

Hamburg, das Tor zur kolonialen Welt: Wir starten am Rathaus und der Handelskammer und begeben uns auf Spurensuche einer Epoche, die im Stadtraum häufig verdrängt, manchmal aber auch nostalgisch verklärt oder gar glorifiziert wird. Die Tour beleuchtet nicht nur sichtbare Zeichen wie Fassadenreliefs und Straßennamen, sondern auch Leerstellen der kolonialen Geschichte und Gegenwart. Auf unserem Weg hören wir von den Geschäften der kolonialen Global Player und dem Widerstand in den koloniserten Gebieten.
Wir nehmen auch Hamburgs Selbstbild, seine Erinnerungskultur und seine Versuche, die Stadt zu dekolonisieren, unter die Lupe. Ein Geschichtsbewusstsein von vorgestern für die Stadt von morgen präsentieren die Speicherstadt und die HafenCity: Zwischen alten Backsteinbauten und glitzernden Fassaden rückt die Stadt Kakao, Kaffee und andere »Kolonialwaren« ins Blickfeld, ebenso wie Kolumbus und Konsorten. Sie verharmlost koloniale Gewalt und betreibt Marketing mit Kolonialflair. Der Weg führt uns durch die Innenstadt über die HafenCity ins Kontorhausviertel, wo die Tour endet. 

Termin
Do 30. Juni, 17 Uhr

Treffpunkt
Vor dem Haupteingang des Hamburger Rathauses

Dauer
2,5 Std.

Kosten
15 Euro, ermäßigt 12 Euro, mindestens 7 Euro

Veranstalter
Bildungsbüro Hamburg e.V. und Arbeitskreis HAMBURG POSTKOLONIAL

Mai 2022: Bildungsurlaub – (De)Koloniale Gegenwart

Mai 2022: Bildungsurlaub – (De)Koloniale Gegenwart

Auseinandersetzung mit kolonialen Spuren in Hamburg

Deutscher Kolonialismus – ist der nicht schon lange vorbei? Spuren der in Deutschland lange verdrängten Kolonialvergangenheit lassen sich noch heute finden, gerade in Hamburg, eine Stadt, die neben Berlin als “Kolonialmetropole des Kaiserreiches” bezeichnet werden kann. Die Spuren ziehen sich durch viele Bereiche der Gesellschaft, der Institutionen, des Stadtraumes und des Denkens.
Doch nicht selten wird diese Epoche romantisch verklärt und die koloniale Gewalt verharmlost. Wie geht Hamburg mit dem kolonialen Erbe um? In welchen Bereichen sehen wir heute noch koloniale Hinterlassenschaften und welche Ideen und Initiativen gibt es, diese zu dekolonisieren? Das beleuchten wir in einer Woche mit vielen Exkursionen, Diskussionen und Filmen.

Leitung: Anke Schwarzer (Soziologin und Redakteurin) u.a. mit Ying Guo (Lehrerin), Israel Kaunatjike (Aktivist u.a. Bündnis “Völkermord verjährt nicht”) und Hanni Jokinen (Kuratorin und Künstlerin)

Ort: Hamburg

Zeiten: Der Bildungsurlaub findet täglich von ca. 9 bis 17 Uhr statt

Veranstalter: Heinrich-Böll-Stiftung Hamburg in Kooperation mit dem Bildungsbüro Hamburg e.V.
https://calendar.boell.de/de/event/dekoloniale-gegenwart

Anmeldung: https://calendar.boell.de/de/form/event-registration?event-id=143625

Aktuelle Informationen zu unseren Preisen in 2022:
Sie haben bei unseren Bildungsurlauben/Bildungsreisen die Wahl zwischen drei Preisen: Dem Standardpreis, dem Solidarpreis und dem Sparpreis. Den Sparpreis zahlen Sie, wenn Sie mit nur wenig Geld auskommen müssen. Die Anzahl der Sparpreise ist begrenzt. Den Solidarpreis zahlen Sie freiwillig, wenn Sie etwas mehr zahlen können und andere unterstützen möchten. Je mehr Teilnehmende den Solidarpreis zahlen, desto mehr können für den Sparpreis dabei sein. Alle anderen zahlen den Standardpreis. Sie sind unsicher, welchen Preis Sie zahlen sollen? Dann kontaktieren Sie uns gerne!

Wir bemühen uns, unsere Angebote inklusiv und so barrierearm wie möglich zu gestalten. Sollten Sie Unterstützungsbedarf haben, wie z.B. Gebärdensprache, sprechen Sie uns gerne an!