Mai 2022: Bildungsurlaub – (De)Koloniale Gegenwart

Mai 2022: Bildungsurlaub – (De)Koloniale Gegenwart

Auseinandersetzung mit kolonialen Spuren in Hamburg

Deutscher Kolonialismus – ist der nicht schon lange vorbei? Spuren der in Deutschland lange verdrängten Kolonialvergangenheit lassen sich noch heute finden, gerade in Hamburg, eine Stadt, die neben Berlin als “Kolonialmetropole des Kaiserreiches” bezeichnet werden kann. Die Spuren ziehen sich durch viele Bereiche der Gesellschaft, der Institutionen, des Stadtraumes und des Denkens.
Doch nicht selten wird diese Epoche romantisch verklärt und die koloniale Gewalt verharmlost. Wie geht Hamburg mit dem kolonialen Erbe um? In welchen Bereichen sehen wir heute noch koloniale Hinterlassenschaften und welche Ideen und Initiativen gibt es, diese zu dekolonisieren? Das beleuchten wir in einer Woche mit vielen Exkursionen, Diskussionen und Filmen.

Leitung: Anke Schwarzer (Soziologin und Redakteurin) u.a. mit Ying Guo (Lehrerin), Israel Kaunatjike (Aktivist u.a. Bündnis “Völkermord verjährt nicht”) und Hanni Jokinen (Kuratorin und Künstlerin)

Ort: Hamburg

Zeiten: Der Bildungsurlaub findet täglich von ca. 9 bis 17 Uhr statt

Veranstalter: Heinrich-Böll-Stiftung Hamburg in Kooperation mit dem Bildungsbüro Hamburg e.V.
https://calendar.boell.de/de/event/dekoloniale-gegenwart

Anmeldung: https://calendar.boell.de/de/form/event-registration?event-id=143625

Aktuelle Informationen zu unseren Preisen in 2022:
Sie haben bei unseren Bildungsurlauben/Bildungsreisen die Wahl zwischen drei Preisen: Dem Standardpreis, dem Solidarpreis und dem Sparpreis. Den Sparpreis zahlen Sie, wenn Sie mit nur wenig Geld auskommen müssen. Die Anzahl der Sparpreise ist begrenzt. Den Solidarpreis zahlen Sie freiwillig, wenn Sie etwas mehr zahlen können und andere unterstützen möchten. Je mehr Teilnehmende den Solidarpreis zahlen, desto mehr können für den Sparpreis dabei sein. Alle anderen zahlen den Standardpreis. Sie sind unsicher, welchen Preis Sie zahlen sollen? Dann kontaktieren Sie uns gerne!

Wir bemühen uns, unsere Angebote inklusiv und so barrierearm wie möglich zu gestalten. Sollten Sie Unterstützungsbedarf haben, wie z.B. Gebärdensprache, sprechen Sie uns gerne an!

12.9 bis 16.9.2022: Deutschlands Kolonialismus – Eine Spurensuche in Hamburg

12.9 bis 16.9.2022: Deutschlands Kolonialismus – Eine Spurensuche in Hamburg

Die Kolonialzeit im Deutschen Reich dauerte von 1884 bis zum Ersten Weltkrieg. Die Eroberung von Ge-bieten außerhalb Europas (u.a. im heutigen Namibia, Tanzania, China, Samoa, Togo und Kamerun) und die Versklavung von Menschen reichen jedoch noch weiter zurück als in die kurze Periode während der deutschen Kaiserzeit. Spuren der Kolonialvergangenheit lassen sich noch heute finden – im Handel, in den Museen, Straßen und Schulbüchern.

Wie gehen der Senat, die Behörden und die Kirchen heute mit den kolonialen Spuren um? Und was fordern Initiativen, die sich für eine Dekolonisierung in Hamburg einsetzen? Wir diskutieren, sehen Filmausschnitte und besuchen Orte in Hamburg, die mit der Kolonisierung in Verbindung stehen. Auch mit Rassismus heute und der kolonialen Gegenwart, zum Beispiel in der Sprache, werden wir uns beschäftigen.

Der Bildungsurlaub richtet sich an alle Menschen mit Deutsch als Zweitsprache (ab B2), die mehr über die deutsche und Hamburger Geschichte lernen und sich mit aktuellen Fragen rund um die Folgen der Kolonisierung beschäftigen möchten.

Termin: Montag, 12. bis 16. September 2022 (5 Termine, 40 Unterrichtsstunden)

Zeit: 09:00 Uhr bis 16.15 Uhr

Kursleitung: Anke Schwarzer

Ort: Seminarraum (barrierefrei) im Gemeindezentrum Evangelisch-reformierte Kirche in Hamburg, Ferdinandstraße 21, 20095 Hamburg (S/U-Bahn Jungfernstieg oder Hbf)

Preis: 30 Euro bitte passend in bar am ersten Tag mitbringen

Anmeldung:  www.hamburg-kurse.de

Veranstalter: Volkshochschulverein Hamburg-Ost e.V. in Kooperation mit der Volkshochschule Hamburg. Die Landeszentrale für Politische Bildung Hamburg fördert das Seminar finanziell.

Corona-Pandemie: Wir arbeiten mit einem Hygienekonzept. Die Höchsteilnehmerzahl ist begrenzt; das Seminar findet in einem großen Raum und an der frischen Luft statt.