Raus aus dem Alltag, Raum für neue Gedanken und Erfahrungen: Bildungsurlaub!

Bildungsurlaub – das bedeutet raus aus dem Alltag, Raum für neue Gedanken und Erfahrungen, Hintergrundinformationen, Austausch mit anderen Menschen, neue Ideen, Experimente, Freude am Lernen. Das Bildungsbüro Hamburg bietet gesetzlich anerkannte Bildungsurlaube in Kooperation mit der Volkshochschule Hamburg und anderen Institutionen.zu verschiedenen Themen an.

Recht auf Bildungsurlaub

Nach dem Hamburgischen Bildungsurlaubsgesetz haben alle ArbeitnehmerInnen einen Rechtsanspruch auf Bildungsurlaub. Wenn Sie Ihren Arbeitsplatz in Hamburg haben und bereits länger als ein halbes Jahr bei demselben Arbeitgeber beschäftigt sind, haben Sie einen Anspruch auf. fünf Tage pro Jahr bzw. zehn Tage in zwei Jahren.

Was ist Bildungsurlaub?

Bildungsurlaub dient der politischen oder beruflichen Bildung oder der Qualifizierung für ein Ehrenamt. Wichtig zu wissen: Der Inhalt muss nicht im Zusammenhang mit Ihrer beruflichen Tätigkeit stehen. Nur aus dringenden betrieblichen Gründen darf der Arbeitgeber Ihren Antrag auf Bildungsurlaub ablehnen. Und: Die Weiterbildungstage erhalten Sie zusätzlich zu Ihrem Jahresurlaub!

Allgemeine Informationen zum Bildungsurlaub finden Sie im Faltblatt Bildungsurlaub [pdf] und auch unter www.bildungsurlaub-hamburg.de

22.6.2021: Entwicklungszusammenarbeit dekolonisieren

Museum der Arbeit | 22.06.2021 Beginn: 19:00 – 20:30

Entwicklungs- zusammenarbeit dekolonisieren

Mit: Nina van der Puije (Universität Kassel) und Francisco Mari (Brot für die Welt)
Moderation: Anke Schwarzer

Nach 70 Jahren ist die Kritik an der bisherigen deutschen und internationalen „Entwicklungszusammenarbeit“ zwischen dem Globalen Norden und Süden immer lauter geworden. Vertreter*innen postkolonialer Ansätze und von Post-Development Theorien weisen seit langem darauf hin, dass die europäische Vormachtstellung bei der Definition und Umsetzung von „Entwicklungsvorhaben” in einer kolonialen Kontinuität steht. Damit reproduziert sie Ungleichheiten anstatt diese aufzubrechen. Häufig wird die Kritik als zu abstrakt zurückgewiesen, jedoch gibt es Bestrebungen verschiedene Ansätze in der heutigen Zusammenarbeit umzusetzen. Dabei geht es z.B. um Transparenz und Rechenschaft sowie einen gegenseitigen Wissensaustausch im Zuge internationaler Kooperation.

Zusammen mit Nina van der Puije (Universität Kassel) und Francisco Mari (Brot für die Welt) diskutieren wir über das Konzept der Entwicklungszusammenarbeit und nehmen es aus einer dekolonialen Perspektive kritisch unter die Lupe. Welche anderen Perspektiven zur Bekämpfung von globaler Ungleichheit gibt es? Wie könnte eine Zusammenarbeit anders, gleichberechtigter und gerechter jenseits einer eurozentristischen Weltsicht funktionieren?

Francisco Marí ist seit 2009 Projektreferent für Lobby- und Anwaltschaftsarbeit in den Bereichen Welternährung, Agrarhandel und Meerespolitik bei Brot für die Welt im Evangelischen Werk für Diakonie und Entwicklung. Seine Schwerpunkte liegen in den Bereichen Ernährungssicherheit, handwerkliche Fischerei, WTO, Handels- und Fischereiabkommen EU-Afrika, Tiefseebergbau und Wirkungen von Lebensmittelstandards auf Kleinerzeuger*innen. Francisco Marí vertritt Brot für die Welt im Vorstand des EU-Ausschusses für Belange der Fernfangflotten (LDAC), im Vorstand der Fischereitransparenzinitiative (FiTi) und im Beirat der Koalition für Faire Fischereiabkommen (CFFA).

Nina van der Puije promoviert im Fachbereich Entwicklungspolitik und Postkoloniale Studien an der Universität Kassel zum Abbau von Eurozentrismus und der Förderung nachhaltiger Partnerschaften in der Entwicklungszusammenarbeit. Seit 2018 ist sie Gastwissenschaftlerin im Forschungsbereich Religiöse Gemeinschaften und Nachhaltige Entwicklung an der Humboldt-Universität zu Berlin. Neben ihrer wissenschaftlichen Tätigkeit ist sie seit 2012 beruflich als Gutachterin und Evaluatorin in der Entwicklungszusammenarbeit tätig.

Anke Schwarzer arbeitet als Journalistin und schreibt für verschiedene Print- und Online-Medien. 2016 bis 2018 war sie für das Deutsche Institut für Menschenrechte und für die Europäische Grundrechteagentur tätig. Außerdem arbeitet sie in der politisch-historischen Erwachsenenbildung sowie als Lehrbeauftragte.

Die Veranstalter freuen sich über Spenden für die Teilnahme
Spendenkonto: W3_Werkstatt für internationale Kultur und Politik e.V.
IBAN: DE55 5206 0410 0206 4085 16
BIC: GENODEF1EK1
Verwendungszweck (bitte angeben): Spende arbeit global

Die Veranstaltung der W3 ist Teil von arbeit global in Kooperation mit dem Museum für Arbeit Hamburg

Anmeldung an info@w3-hamburg.de
Infos: https://shmh.de/de/entwicklungszusammenarbeit-dekolonisieren

27.9.2017: Uranabbau in Tansania

Bildschirmfoto_2017-09-15_um_08.39.12

Tansania ist vom Uranbergbau bedroht. In Hamburg werden Aktivisten aus Tansania am 27. September im Rahmen einer Infoveranstaltung berichten. Musikalisch wird der Abend u.a. von Swahili Records bereichert. Anthony Lyamunda (CESOPE) und Wilbert Mahundi berichten über Fakten und Folgen, das Anti-Atom Büro Hamburg moderiert, das Musikvideo Hatutaki zelebriert seinen 1. Geburtstag und es gibt entspannte Livemusik. Vor einem Jahr wurde das Video “Say no to uranium mining in Tanzania” von Hatutaki – Wakazi feat. Sophie & the Harmonies veröffentlicht. Sophie Filip ist an der Organisation dieses Abends beteiligt. 27. September ab 19:30 Uhr im El Brujito, Amundsenstraße 25, Hamburg-Altona

  • 19.30 Uhr – ManuuhSwai & Addict Vibe (Swahili-Records)
  • 20.15 Uhr – Vortrag und Diskussion
  • 21.15 Uhr – Anna Wydra + Guacáya Akustik

Informiert & amüsiert euch in: El Brujito, Amundsenstraße 25, Hamburg-Altona
EINTRITT FREI – SPENDEN ERWÜNSCHT
https://www.youtube.com/watch?v=KywqYKXtS2Y

Weitere Infos:

Start

Dreckiges Uran – Gefährliche Atomgeschäfte: Aktivisten aus Tanzania und Niger auf Inforeise


Aabhh.noblogs.org
uranium-networg.org
www.swahilirecords.com
www.facebook.de/annawydra
www.guacayo.de

3. bis 7.4.17: Hallo und Willkommen! Geflüchtete Menschen in Hamburg

3. bis 7.4.17: Hallo und Willkommen! Geflüchtete Menschen in Hamburg

Wie kann ich helfen, was muss ich wissen?

Viele Menschen erleichtern Geflüchteten das Ankommen in Deutschland. Sie bieten Deutschkurse an, feiern Grillfeste, begleiten bei Behördengängen oder singen mit den Kindern. Ist dieses Engagement bereits ein politisches Statement oder einfach nur menschlich? Wie gelingt es allen Beteiligten eine Kultur der Verständigung und eine gleichberechtigte Zusammenarbeit zu entwickeln? Welche Rolle spielen dabei kulturelle Unterschiede, ungleiche Rechte und Ressourcen? Sie erhalten einen Einblick in asyl- und aufenthaltsrechtliche Grundlagen, Hintergrundwissen über Rassismus, Flucht und Einwanderung und sind eingeladen, das eigene Handeln, die Motive und Ziele zu reflektieren.

Ein Engagement in der Flüchtlingsarbeit ist keine Voraussetzung für die Teilnahme.

21.11.16: Uranabbau als Fluchtursache im Niger

Zerstörte Umwelt, zerstörte Träume sind geblieben von einem Aufbruch in
die Moderne, der noch vor vierzig Jahren versprach, blühende Landschaften im Sahel zu erschaffen. Das Zentrum des Uranabbaus, dessen Uran für die europäischen Atomanlagen (z.B. Lingen und Gronau, 40 Prozent des Urans zur Versorgung der französischen AKW) bestimmt ist, sollte zu einem zweiten Paris werden, wie der Titel des Filmes „Arlit, deuxième Paris“ von Idrissou Mora Kpaï verspricht. Doch wie überall auf der Welt bleiben vom Uranabbau in der Region Arlit nur radioaktive Abraumhalden und ein Kampf um die verbliebenen Ressourcen. Im Jahr 2016 belegt Frankreich Platz 20 des human development index, der Niger mit Platz 187 den unrühmlichen letzten Rang. Dass diese Verhältnisse Menschen dazu bringen, alles aufzugeben und ihr zu Hause zu verlassen, hat unlängst selbst Angela Merkel dazu veranlasst, den Niger zu besuchen, um dort „Fluchtursachen“ zu bekämpfen. Doch statt sich für ein Ende des Uranabbaus dort einzusetzen, geht es vor allem darum, die Transitrouten für Flüchtlinge durch die Sahara dichtzumachen.

Um einen Einblick in die aktuellen Situation in der Region Arlit zu
bekommen, stehen nach dem Film „Arlit, deuxième Paris“ Mohamed Ibrahim Warzagane und Ali Alasan Sidikou für Fragen zur Verfügung. Beide mussten vor den sozialen Verwerfungen im Zuge des Uranabbaus aus dem Niger fliehen.

Der Film ist auf Deutsch, die Diskussion wird auf Englisch geführt.
Ort:
Centro Sociale, Sternstraße 2, 20357 Hamburg
Termin: 21. November 2016, 20 Uhr
Veranstalter: Anti-Atom-Büro Hamburg

Foto: David Francois – mine à ciel ouvert d’Arlit (Niger), CC BY-SA 3.0